8 Tools für das Vertriebstraining 2026: mein ehrlicher Vergleich
Acht Tools für das Vertriebstraining im Vergleich: Kurserstellung, Übung, Coaching an echten Calls, Nachbereitung durch Führungskräfte und reale Kosten.

Zu den besten Tools für das Vertriebstraining 2026 zählen Gong, Mindtickle, Highspot, Second Nature, TalentLMS, iSpring LMS, Coursebox und Learn:Up (ehemals WorkRamp). Entscheidend ist, welche Lücke Ihre bestehenden Tools beim Lernen, Üben und Coaching noch offenlassen.
- Coaching auf Basis echter Kundengespräche ist die Stärke von Gong; für die Zertifizierung großer Vertriebsteams eignet sich Mindtickle; Training, das eng an Ihre Vertriebsinhalte gekoppelt ist, bietet Highspot (inzwischen Teil von Seismic); Second Nature eignet sich für beliebig häufiges Üben mit KI.
- Wenn Sie Ihr Vertriebstraining selbst erstellen wollen, entwirft Coursebox mit KI Kurse aus Ihrem Playbook und Ihren Dokumenten (unbegrenzt viele Lernende), TalentLMS ist der unkomplizierte Allrounder, und iSpring macht aus Folien Kurse.
- Die Sales-Enablement-Plattformen nennen Preise nur auf Anfrage; die LMS-Tools sind günstiger und oft mit öffentlichen Preisen ausgewiesen, was den Budgetvergleich erleichtert.
- Manche Plattformen decken Lernen und Üben gemeinsam ab. Ein Kurs-LMS und ein Tool zur Gesprächsanalyse können sich ergänzen, Sie brauchen aber nicht automatisch beides.
Drei Fragen, vier Optionen: Das Ergebnis gewichtet Ihre Antworten. Nutzen Sie die Vorschläge, um Kurse, Gesprächscoaching und Sales-Readiness-Programme zu vergleichen.

Teams mit KI schneller und effektiver schulen
Ein neuer Vertriebsmitarbeiter schließt das Produkttraining ab und kommt im Kundengespräch trotzdem ins Schwimmen. Software für das Vertriebstraining kann an drei Stellen ansetzen: beim Lernstoff, beim Üben des Gesprächs oder beim Feedback auf echte Calls. Wählen Sie das Tool danach aus, wo Ihre Vertriebler und Führungskräfte tatsächlich Unterstützung brauchen. Ein weiteres Tool für eine Aufgabe, die längst abgedeckt ist, bringt wenig.
Am genauesten schaue ich mir das Feedback an. Kann die Führungskraft auf die konkrete Frage oder Antwort zeigen, die noch nicht sitzt, und kann der Mitarbeiter genau diese Stelle noch einmal üben? Erst dann wissen Sie nicht nur, dass jemand das Training absolviert hat, sondern auch, woran Sie im nächsten Coaching arbeiten.
Zur Transparenz: Ich bin Travis, Gründer von Coursebox. Unsere Software für Vertriebsschulungen ist in diesem Vergleich vertreten, und zwar für Kurserstellung, Wissenstests, Lernbegleitung und Bereitstellung. Live-Verkaufsgespräche zeichnet sie nicht auf; für diese eigenständige Aufgabe finden Sie hier andere Tools.
So habe ich die Tools für das Vertriebstraining ausgewählt
Das wichtigste Kriterium wird oft übersehen, deshalb ist der Vergleich danach aufgebaut:
- Coachen oder erstellen: Schärft das Tool die Gesprächsführung Ihrer Vertriebler in Live-Calls und Übungen, oder erstellen und verteilen Sie damit Kurse? Diese Frage teilt die Liste in zwei Gruppen.
- Passend zur Lücke: Coaching anhand echter Kundengespräche, Zertifizierung großer Teams, Üben mit KI oder eigenes Onboarding- und Produkttraining.
- Einrichtung und Spezialisierung: Eine Plattform speziell für den Vertrieb oder ein allgemeines LMS, das Sie selbst ausgestalten.
- Preismodell: Enterprise-Preise nur auf Anfrage oder öffentliche Preise pro Nutzer bzw. pro Tarif. Davon hängt ab, was Sie überhaupt vergleichen können.
Lernen, Üben und Coaching überschneiden sich. Mindtickle und Highspot bieten auch Lernfunktionen, und manche LMS enthalten Simulationen. Klären Sie, welche Aufgaben Ihre vorhandenen Tools schon abdecken, bevor Sie eine weitere Plattform einführen.
Die Tools für das Vertriebstraining im Vergleich
| Tool | Typ | Ideal für | Einstiegspreis |
|---|---|---|---|
| Gong | Sales Enablement (Gesprächsanalyse) | Coaching anhand echter Kundengespräche | Preis auf Anfrage |
| Mindtickle | Sales Enablement (Readiness) | Zertifizierung großer Vertriebsteams | Preis auf Anfrage |
| Highspot | Sales Enablement (Inhalte + Training) | Training, gekoppelt an Vertriebsinhalte | Preis auf Anfrage |
| Second Nature | Sales Enablement (KI-Rollenspiel) | Wiederholtes Üben für Vertriebler | Preis auf Anfrage |
| TalentLMS | LMS / Kurs-Tool | Einfache, schnelle Kursbereitstellung | Kostenlos; ab US$119/Monat |
| iSpring LMS | LMS / Kurs-Tool | PowerPoint-Folien zu Kursen | US$8.286/Jahr bei 100 Nutzern; Autorentool separat |
| Coursebox | LMS / Kurs-Tool (KI) | Vertriebstraining aus eigenen Dokumenten erstellen | Kostenlos; Pro-LMS mit eigenem Branding ab US$3.000/Jahr |
| WorkRamp (Confirm Learn:Up) | LMS / Kurs-Tool | Einarbeitung wachsender Vertriebsteams | Ab US$9/Nutzer/Monat |

Plattformen für Sales Enablement und Coaching
Diese Plattformen setzen bei Gesprächen, beim Üben oder bei der Sales Readiness an. Mindtickle und Highspot bieten auch Lernfunktionen; prüfen Sie also die Überschneidung, bevor Sie zusätzlich ein LMS anschaffen.
1. Gong

Gong ist führend bei der Gesprächsanalyse (Conversation Intelligence): Das Tool zeichnet echte Verkaufsgespräche auf, transkribiert sie und wertet sie mit KI aus. Das Coaching setzt also an dem an, was Vertriebler tatsächlich gesagt haben, nicht an einem Rollenspiel.
Gong erfasst Gespräche aus Ihren angebundenen Tools, markiert Deal-Risiken und zeigt Coaching-Anlässe auf. So werden Live-Gespräche zu einer Feedbackschleife für Führungskräfte. In erster Linie ist Gong eine Revenue-Intelligence-Plattform; strukturierte Kurse zu erstellen gehört nicht zu seinen Aufgaben.
Mein Rat an Kunden: Wenn Ihr Problem lautet „In der Übung klingen meine Leute gut, im echten Gespräch geraten sie ins Stocken“, dann ist Gong die Lösung, weil das Coaching auf echten Kundengesprächen basiert. Ein Einarbeitungsprogramm erstellt es Ihnen allerdings nicht.
Für Führungskräfte sieht der sinnvolle Ablauf so aus: ein echtes Gespräch anhören, einen konkreten Coaching-Punkt herausarbeiten und dieses Beispiel in die nächste Coaching-Sitzung mitnehmen. Vorher müssen Gesprächsaufzeichnung, angebundene Meeting-Systeme und Berechtigungen eingerichtet sein. Ich würde Gong nutzen, um den Moment zu finden, in dem eine Bedarfsfrage oder die Antwort auf einen Einwand danebengeht, und dann gezielt Übungen oder Lerninhalte zu genau dieser Stelle zuweisen. Gong liefert die Belege fürs Coaching; welches Feedback gegeben wird, entscheidet weiterhin die Führungskraft.
Kosten: Preis auf Anfrage, berechnet pro Nutzer zuzüglich Plattformgebühr, über ein individuelles Angebot.
2. Mindtickle

Mindtickle verbindet strukturiertes Lernen, Wissenstests, Verkaufsübungen und Coaching. Es ist eine Sales-Readiness-Plattform und damit mehr als ein Kurskatalog oder ein Tool zur Gesprächsaufzeichnung.
Das Rollenspiel-Angebot nutzt Daten aus Gesprächen, früheren Übungen und Testergebnissen, um Lücken zu erkennen und Übungen zu personalisieren. Den Kompetenzstandard festlegen und Inhalte sowie Szenarien freigeben muss das Enablement-Team aber weiterhin selbst.
Meine Einschätzung: Diesen umfassenderen Readiness-Ansatz bevorzuge ich, wenn das Programm Wissensabfragen und praktische Übung braucht. Ein Abschlusszertifikat würde ich allerdings nicht als Nachweis der Einsatzbereitschaft werten, ohne den zugrunde liegenden Test geprüft zu haben.
Mit seinen Funktionen für Lernen, Üben und Coaching gehört Mindtickle eigentlich in beide Gruppen dieses Vergleichs. Ein Enablement-Team kann damit ein Einarbeitungsprogramm aufsetzen, Wissen abfragen, Übungsnachweise sammeln und Readiness-Daten nutzen, um Coaching gezielt einzusetzen. Ich würde dabei klar trennen zwischen einem abgeschlossenen Kurs und der Entscheidung, dass jemand einsatzbereit ist: Letztere braucht einen definierten Kompetenzstandard und einen Test, der ihn prüft. Das ist ein deutlich umfangreicheres Vorhaben als die Anschaffung eines reinen Kurs-LMS, und Inhalte sowie Testdesign muss Ihr Team weiterhin selbst liefern.
Kosten: Preis auf Anfrage; keine öffentlichen Preise.
3. Highspot

Die Sales-Enablement-Plattform von Highspot verbindet Inhalte, Training und Coaching. Die Fusion mit Seismic wurde im August 2026 abgeschlossen; das gemeinsame Unternehmen firmiert unter dem Namen Seismic.
Den eigentlichen Mehrwert liefert die Verbindung zwischen Lernprogramm und den Inhalten, die Vertriebler im Deal einsetzen. Prüfen Sie die angebotene Highspot-Produktkonfiguration, die verfügbaren Trainingsfunktionen und die Roadmap, die Ihr Vertrag vorsieht.
Mein Rat an Kunden: Diesen Weg würde ich wählen, wenn freigegebene Vertriebsinhalte und Training gemeinsam gepflegt werden müssen. Die Lernfunktionen überschneiden sich mit einem LMS, daher würde ich diese Überschneidung prüfen, bevor ich eine zweite Plattform kaufe.
Highspot enthält Training und Coaching; es nur als Ablage für Inhalte zu betrachten, wird dem Tool nicht gerecht. Seine Stärke ist die Verbindung zwischen Lernen und dem freigegebenen Material, mit dem Vertriebler arbeiten: Bei einer Produkteinführung lassen sich Sales Play, begleitende Inhalte und Übungen im selben Enablement-Programm bündeln. In meiner Bewertung würde ich darauf achten, wie leicht ein Vertriebler von der Lerneinheit zu dem Material kommt, das er für einen Deal braucht, statt davon auszugehen, dass ein zweites LMS immer nötig ist.
Kosten: Preis auf Anfrage. Das Angebot sollte die Highspot-Konfiguration, den Umfang von Training und Coaching sowie etwaige Migrations- oder Implementierungskosten ausweisen.
4. Second Nature

Second Nature bietet KI-Rollenspiele für den Vertrieb. Vertriebler üben mit einem virtuellen Käufer und erhalten Bewertungen und Feedback zum jeweils konfigurierten Gespräch.
Gleichen Sie Übungskontingent, Unterstützung beim Erstellen von Szenarien und Zugänge für Führungskräfte mit dem Programm ab, das Sie brauchen.
Meine Einschätzung: Ich würde es für wiederholtes Üben von Pitch und Einwandbehandlung einsetzen, wenn die Zeit der Führungskräfte der Engpass ist. Geben Sie dem Team ein realistisches Käuferprofil und einen Bewertungsmaßstab vor, und lassen Sie Führungskräfte das KI-Feedback gegenprüfen, bevor daraus Entscheidungen abgeleitet werden.
Das Team liefert das Szenario und den Maßstab für eine gute Antwort; die Vertriebler üben dann das Gespräch und gehen das Feedback durch. In diese Vorbereitung würde ich die meiste Zeit stecken. Ein realistisches Käuferprofil, passende Einwände und ein brauchbares Bewertungsraster machen das Üben erst wertvoll. Wiederholte Durchläufe geben Führungskräften Material für die Nachbereitung, aber ein KI-Score ist kein Beweis dafür, dass der Vertriebler jeden echten Käufer erfolgreich überzeugt.
Kosten: Preis auf Anfrage. Nehmen Sie Szenario-Einrichtung, Übungskontingente und Zugänge für Führungskräfte in die angefragte Konfiguration auf.
LMS und Kurs-Tools für das Vertriebstraining
Hier erstellen und verteilen Sie Ihr eigenes Vertriebstraining (Onboarding, Produktwissen, Playbooks) als Kurse und behalten den Lernfortschritt im Blick.
5. TalentLMS

TalentLMS ist der unkomplizierte LMS-Allrounder, mit dem Sie eigene Vertriebskurse ohne aufwendige Einrichtung erstellen und zuweisen.
Sie erstellen oder importieren Kurse, weisen sie Teams zu und verfolgen den Abschluss; für den Einstieg gibt es eine brauchbare kostenlose Version. Das Tool ist einfach und schnell, aber nicht auf den Vertrieb spezialisiert.
Mein Rat an Kunden: Für ein kleineres Programm würde ich TalentLMS für Kurserstellung, Zuweisungen und Lernnachweise in die engere Wahl nehmen. Den beworbenen Rollenspiel-Simulator sollten Sie gesondert auf Verfügbarkeit und Umfang prüfen, bevor Sie ihn mit einem spezialisierten Coaching-Tool vergleichen.
Sie können Kurse erstellen, unterstützte Pakete importieren, Lernende in Gruppen einteilen und ihren Fortschritt verfolgen. Für eine Einführung im Vertrieb würde ich Produktwissen und Prozesstraining zuerst in einen wiederholbaren Lernpfad bringen und erst dann spezialisierte Übungen ergänzen. TalentLMS bewirbt über TalentLMS Labs außerdem einen Rollenspiel-Simulator. Prüfen Sie Verfügbarkeit und Umfang dieser Funktion im Abgleich mit den strukturierten Übungen, die Sie brauchen.
Preise und Tarife: Kostenlos für bis zu fünf Nutzer. Der veröffentlichte Einstiegspreis für Core liegt bei US$119/Monat für 1 bis 40 Nutzer; höhere Stufen und der Abrechnungszeitraum verändern den Gesamtbetrag. Inhalte aus der TalentLibrary sind eine zusätzliche Kaufoption.
6. iSpring LMS

iSpring LMS kombiniert ein LMS mit PowerPoint-basiertem Authoring, sodass aus Sales-Decks und Produktfolien schnell nachverfolgbare Kurse werden.
Erstellt wird in iSpring Suite, bereitgestellt über iSpring LMS mit Quizzen und Abschlussberichten; für das Authoring brauchen Sie Windows und PowerPoint.
Meine Einschätzung: Das passt, wenn Ihre Vertriebsinhalte bereits in Folien stecken und Sie schnell Kurse daraus machen wollen. Für Coaching oder Rollenspiele ist es nicht gedacht.
LMS und Autorentool sind getrennte Kaufentscheidungen. iSpring Suite wandelt PowerPoint-Material in Kurse um und wird pro Autor lizenziert; iSpring LMS übernimmt Zuweisung, Bereitstellung und Fortschrittsverfolgung. Windows und PowerPoint brauchen Sie nur für iSpring Suite; wer Inhalte direkt im LMS erstellt oder importiert, ist nicht darauf angewiesen. Ich würde diesen Weg wählen, wenn vorhandene Folien brauchbares, freigegebenes Material enthalten, und dann sowohl das Autorentool als auch die Lernplattform einplanen.
Preise und Tarife: Der veröffentlichte US-Tarif für 100 Nutzer kostet US$8.286/Jahr (US$6,91 pro Nutzer und Monat). Bei mehr Nutzern sinkt der Preis pro Nutzer. iSpring Suite ist eine separate Autorenlizenz zum veröffentlichten Preis von US$970/Jahr; vergleichen Sie die gewählte Konfiguration aus LMS und Autorentool. Enterprise gibt es auf Anfrage.
7. Coursebox

Coursebox verbindet KI-gestützte Kursproduktion mit Wissenstests, KI-Tutor und Bereitstellung. Sie liefern Ihr freigegebenes Vertriebs-Playbook und Produktmaterial, prüfen den Entwurf und weisen das Programm dann im integrierten LMS zu oder exportieren es in Ihr bestehendes System.
Coursebox generiert aus freigegebenem Material Lerneinheiten, Quizze und KI-Videos und stellt das Programm anschließend mit Testnachweisen und KI-Tutor bereit. Da die Zahl der Lernenden unbegrenzt ist, hängen die Kosten der Bereitstellung nicht von der Mitarbeiterzahl ab. Ob Sie mit eigenem Branding bereitstellen können, hängt vom Tarif ab; Live-Gespräche aufzeichnen und analysieren kann Coursebox nicht; dafür brauchen Sie ein separates Tool.
Mein Rat an Kunden: Diesen durchgängigen Ablauf bevorzuge ich, wenn das Team das Training nicht nur bereitstellen, sondern auch pflegen muss. Gesprächsanalyse für Live-Calls bietet Coursebox nicht; ein Tool zur Gesprächsauswertung würde ich nur ergänzen, wenn dieser Bedarf tatsächlich offen ist.
Mit dem ersten Entwurf ist der Ablauf nicht zu Ende. Ein Fachexperte prüft die generierten Lerneinheiten und Fragen, die Lernenden arbeiten den Kurs mit Unterstützung des KI-Tutors durch, und der Administrator verfolgt Fortschritt und Testergebnisse. Bereitstellen können Sie direkt in Coursebox, oder Sie exportieren ein SCORM-Paket in ein bestehendes LMS. Das ist hilfreich, wenn für Kursproduktion, Lernbegleitung und Bereitstellung jeweils jemand die Verantwortung übernehmen muss; ein KI-Entwurf braucht trotzdem die Freigabe Ihres Fachexperten.
Preise und Tarife: Kostenloser Einstieg mit unbegrenzt vielen Lernenden. Ein Pro-LMS mit eigenem Branding gibt es ab US$3.000/Jahr; Enterprise beginnt bei US$30.000/Jahr mit zwei Jahren Mindestlaufzeit. KI-Credits, die Zahl der Administratoren und Anforderungen an das Portal beeinflussen den Tarif. SAML für Administratoren ist im Enterprise-Tarif ein Add-on für US$3.000/Jahr; der Umfang von SSO für Lernende wird separat festgelegt.
8. WorkRamp

WorkRamp (heute Learn:Up von Confirm, nachdem WorkRamp Teil von Confirm wurde) ist ein LMS für das Onboarding und die Einarbeitung schnell wachsender Teams in Vertrieb und Kundenbetreuung.
Confirm vermarktet Learn:Up, das frühere WorkRamp, für die Mitarbeiterweiterbildung und nennt KI-Simulationen, eine Skills-Engine, personalisiertes Lernen und Reporting als Funktionen. Academy ist das Lernprodukt für Kunden und Partner; dafür erhalten Sie ein separates Preisangebot.
Meine Einschätzung: Ich würde den Umfang von Lernen und Simulationen im konkreten Learn:Up-Angebot prüfen, bevor ich ein weiteres Übungstool dazunehme. Die Umbenennung allein sagt wenig; entscheidend sind Zugänge, Lernpfade und Nachweise für Führungskräfte im Programm.
Das aktuelle Learn:Up-Angebot umfasst KI-Simulationen, personalisiertes Lernen, eine Skills-Engine und Reporting; die Grenze zu Coaching-Tools ist damit weniger scharf. Beim Kauf würde ich fragen: Decken die enthaltenen Lern- und Übungsfunktionen das Einarbeitungsprogramm ab, oder braucht es zusätzlich das separate Produkt Practice? Kundenakademien und das Autorentool Create werden separat angeboten. Vergleichen Sie die Konfiguration für die Mitarbeiterweiterbildung, die Sie tatsächlich nutzen werden, statt jedes Confirm-Produkt als Teil der Einstiegslizenz zu betrachten.
Kosten: Learn:Up ab etwa US$9/Nutzer/Monat bei jährlicher Abrechnung (auf Basis von 200 Personen); die Module Academy, Create und Library gibt es nur auf Anfrage.
Lerninhalt, Übung und Feedback der Führungskraft verbinden
Laut der Salesforce-Studie „State of Sales“ von 2024 verbringen Vertriebler nach eigenen Angaben 70 % ihrer Zeit mit Aufgaben, die nicht zum eigentlichen Verkauf gehören. Ich würde das Training deshalb fokussiert halten, es in die Arbeitswerkzeuge der Vertriebler einbinden und eine feste Führungskraft für die Nachbereitung verantwortlich machen.
Laut einer Gartner-Mitteilung vom Juni 2025 bevorzugen 61 % der befragten B2B-Käufer einen Einkauf, der möglichst ganz ohne Vertriebsmitarbeiter auskommt. Training sollte Vertriebler deshalb darauf vorbereiten, mit fundierter Einschätzung zu überzeugen, wenn ein Käufer doch das Gespräch sucht, statt Informationen zu wiederholen, die er ohnehin selbst findet.
| Aufgabe | Worauf Sie achten sollten | Nachbereitung |
|---|---|---|
| Produktwissen | Korrekte Erklärung oder Kurstest | Produktverantwortlicher aktualisiert das Material |
| Einwandbehandlung | Übung anhand eines festgelegten Bewertungsrasters | Führungskraft prüft das Feedback |
| Bedarfsanalyse im Live-Gespräch | Passendes Gesprächsbeispiel | Konkrete Coaching-Maßnahme vereinbaren |
| Einsatzbereitschaft nach der Einarbeitung | Nachweise für Wissen und angewandte Fähigkeiten | Führungskraft überträgt den nächsten Verantwortungsbereich |
Welches Tool für das Vertriebstraining sollten Sie wählen?
Acht Tools im Überblick: Entscheiden Sie nach der Aufgabe, die Ihr Team wirklich lösen muss, nicht nach der längsten Funktionsliste.
| Ihre Priorität | Meine Empfehlung |
|---|---|
| Coaching anhand echter Gespräche | Gong |
| Zertifizierung großer Vertriebsteams | Mindtickle |
| Training, gekoppelt an Ihre Vertriebsinhalte | Highspot |
| Unbegrenztes Rollenspiel-Training mit KI | Second Nature |
| Eigenes Vertriebstraining mit KI erstellen | Coursebox |
| Ein einfaches LMS für Ihre Kurse | TalentLMS |
| Sales-Decks in Kurse umwandeln | iSpring LMS |
| Einarbeitung eines wachsenden Vertriebsteams | WorkRamp (Confirm Learn:Up) |
Das Tool ist nur die halbe Miete. Wie Sie das Programm drumherum gestalten, lesen Sie in unseren Strategien für Vertriebsschulungen.
Häufig gestellte Fragen
Ein LMS organisiert die Erstellung oder den Import von Kursen, Zuweisungen und Lernnachweise. Sales Enablement kann Inhalte, Übungen und Coaching ergänzen, und mehrere der hier vorgestellten Produkte decken beides ab. Vergleichen Sie die tatsächlichen Funktionen, bevor Sie getrennte Plattformen kaufen.
Second Nature für KI-gestütztes Üben mit einem virtuellen Käufer; auch Mindtickle bietet KI-Rollenspiele als Teil einer umfassenderen Sales-Readiness-Plattform.
Coursebox, wenn KI Kurse aus Ihrem Playbook und Ihren Dokumenten entwerfen soll und Sie unbegrenzt viele Lernende brauchen; TalentLMS als einfaches Allround-LMS; iSpring, wenn Ihre Inhalte bereits in PowerPoint vorliegen.
Die Enablement-Plattformen (Gong, Mindtickle, Highspot, Second Nature) nennen Preise nur auf Anfrage. Die LMS-Tools sind günstiger und oft mit öffentlichen Preisen ausgewiesen: TalentLMS ab US$119/Monat, iSpring pro Nutzer, WorkRamp ab etwa US$9/Nutzer/Monat und Coursebox mit kostenlosem Einstieg und unbegrenzt vielen Lernenden.
Mit wachsender Teamgröße oft ja: Mit dem LMS erstellen Sie das strukturierte Training und verfolgen den Lernfortschritt; ein Enablement- oder Coaching-Tool verbessert die Leistung im Live-Gespräch. Ein kleines Team kann meist mit einem der beiden starten, in der Regel mit dem LMS.

Travis Clapp
Travis Clapp ist der ursprüngliche Gründer und CEO von Coursebox. Als erfahrener Instructional Designer hat er den Prozess der Erstellung hochwertiger Kurse selbst durchlebt. Diese Erfahrungen brachten ihn auf die Idee, all deine Dokumente und Ideen in eine virtuelle Box hochzuladen, die sie wie von Zauberhand in einen Kurs verwandelt. Vor Coursebox gründete und baute er erfolgreich ein soziales LMS auf. Travis verfügt über 15+ Jahre Erfahrung in der Gestaltung von Kursen und EdTech-Plattformen – von universitären MOOCs bis hin zu Enterprise-LMS. Er hat Trainings für angesehene Unternehmen wie Johnson & Johnson, Electrolux, Michael Hill und SA Health entwickelt. Einer seiner Kurse erreichte mehr als 20.000 Lernende und war ein Flaggschiff-Kurs auf edX. Er arbeitet in unserem Büro in Adelaide, Südaustralien, und engagiert sich mit Leidenschaft für Kundensupport, Vertrieb und die tägliche Umsetzung der ursprünglichen Produktvision.


